12.
DAS RAD DER WIEDERGEBURT

"Es ist kein bisschen schwieriger, gutes Karma zu schaffen, als schlechtes."



Jemand, der sein Karma kennt bzw. es befreit, weiß:
"Wenn du dich nicht mehr sorgst, wird der Fluss des Lebens für dich sorgen"


Was bedeutet das derzeit angesagteste Modewort "Karma" überhaupt?

Karma ist nichts Festes - manche glauben daran als Folge von früheren Inkarnationen und  andere lehnen die Vorstellung schlicht und einfach ab. Bis zum heutigen Tage hat es jedoch niemand geschafft, den endgültigen  Beweis dafür oder dagegen zu erbringen. Daher bleibt der Gedanke an Karma weiterhin eine Glaubenssache oder subjektive Realität. Die Annahme, dass unsere Gedanken und Taten immer Konsequenzen haben – ob in diesem Leben oder in vielen anderen – liefert uns das Bewusstsein, dass wir unser gesamtes Potential mehr und mehr verwirklichen können. Daher wird der gegenwärtige Moment unendlich reich und wichtig für uns. Als Strafe oder Schuld sollte die karmische Lehre  nicht angesehen werden, sondern als eine Art Chance für unser persönliches und individuelles ganzheitliches Wachstum.  

Karma ist einfach nur das Gesetz von Ursache und Wirkung, sprich das Gesetz des Ausgleichs, wonach jede Handlung – physisch wie auch geistig – unausweichlich eine Folge nach sich zieht. Dies muss nicht unbedingt im aktuellen Leben wirksam werden, sondern kann sich möglicherweise aus einem früheren Leben oder in einem nächsten Leben manifestieren. Spannend ist auch, dass zwei Drittel der Menschheit an die Wiedergeburt glaubt bzw. dieser Vorstellung sehr nahe steht. Karma ist zwar noch kein in der heutigen Psychologie verwurzelter Archetyp, aber die Tatsache, dass so viele Menschen diese Annahme vertreten, ist unheimlich faszinierend und zugleich spannend.


Es dreht sich alles nur um ein einziges universelles Gesetz!

Das Karmagesetz sorgt dafür, dass wir uns mit unserer fehlenden Seite in uns befassen müssen bzw. dürfen. Damit entsteht für uns eine so genannte Ganzheitlichkeit.  Die Auseinandersetzung mit vergangenen Inkarnationen (frühere Leben) liefert eine mögliche Erklärung für das, was ein Mensch bei seiner Geburt in dieses Leben mitbringt (schwierige Geburten, Krankheiten, problematische Umstände, Krisen etc.). – Eine zentrale Aussage würde nun heißen: "Ich bin in vielen Leben das geworden, was ich jetzt bin."

Wenn wir unser Gedankengut und das tiefere Verständnis von Karma mehr als einen Weg betrachten lernen, der über die Geburt und dessen Tod hinausgeht, so können wir sehr viel davon für unser jetziges Leben profitieren. Mitgebrachtes Karma sollte man keinesfalls als eine Art Sühne oder einen Verdienst ansehen, da sonst die Gefahr besteht, übermäßig bedrückt oder hochmütig durchs Leben zu schreiten. Denn schließlich haben wir meist beides angesammelt, positives und negatives Karma. Es geht nichts im Universum verloren - alles bleibt gespeichert bis es wieder ausgeglichen ist.



Zufälle? Die gibt es eigentlich gar nicht!

Die Seele inkarniert nicht zufällig in einem bestimmten Land oder bei einer (für sie schwingungs-) passenden  Familie. Alles ist nach exaktem Plan gewählt, um unser Karma erfüllen zu können. Daher sind wir auch unser ganzes Leben lang zum Lernen aufgefordert. Wir lernen permanent mit dem Leben umzugehen und sammeln wichtige Erfahrungen und lernen immer mehr, bedingungslos das Leben, die Menschen und uns selbst zu lieben. Man kann sagen, dass das Leben vergleichbar ist mit einer Schule. Eine Aufgabenstellung folgt der nächsten und wir durchschreiten eine Klasse nach der anderen, um irgendwann mit unserer Ausbildung fertig zu werden.


Haben wir in einer Inkarnation eine geplante Aufgabe nicht erfüllt, folgt diese in einem nachfolgenden Leben. Aber auch eine Wiederholung wird als eine neue Chance gesehen, weil die höhere Intelligenz bzw. das göttliche Bewusstsein "bedingungslose Liebe" ist und auch das Ziel aller Inkarnationen. 


Jeder sehnt sich nach dem absoluten Glück im Leben. Doch sind da nicht gewisse Kräfte in uns (Unterbewusstsein) am Arbeiten, die uns immer wieder auch in Schmerz, Leid oder Frustration führen können? Jeder von uns ist einzigartig und besonders und wird mit einer Aufgabe - aber auch dem Werkzeug, diese Aufgabe zu lösen -  in diese Welt geboren. In einem astrologischen Horoskop ist die Mondknotenstellung des absteigenden Südmondknotens das Symbol unseres Samens. Sie symbolisiert, was wir bereits an energetischem Verhalten aus der Vergangenheit in dieses Leben mitbringen und auch, was wir auch loslassen sollten, damit unsere Persönlichkeit zu einer ganzheitlichen Blume werden kann. Die Blume, die wir werden sollen, ist somit am aufsteigenden Nordmondknoten in einer individuellen und persönlichen errechneten Geburtsradix sichtbar. Es geht immer um Ganzheit und Verbindung von mitgebrachten Potenzialen und den neuen  Aufgaben und neuen Erfahrungen für dieses Leben.




Der Weg ist immer das Ziel!

Wir alle sind ständig auf einem Weg – das ganze Leben. Was wir heute tun, ist auch beeinflusst von der Vergangenheit und hat Auswirkungen auf unsere Zukunft. In einer Radix ist dieser Weg von der Vergangenheit in die Zukunft durch die Mondknotenstellung ersichtlich. Welche Muster, Prinzipien oder Grundenergien man aus früheren Existenzen mitbringt, kann man mittels des Geburtsdatums in einer kurzen Zusammenfassung auf dieser Homepage - auf der Hauptseite unter der Rubrik "Mondknotencheck" - herauslesen. Eines sei jedoch gesagt: Eine ernsthafte individuelle Aussage ist nur mit einer präzisen Geburtszeitrechnung möglich, da Planeten in der Radix am südlichen Mondknoten noch eine zusätzliche Bedeutung bekommen können, als das allgemeine Geburtsdatum. Manchmal befindet man sich auch zwischen zwei  Zeichen und muss dann mit dem Klienten besprechen, wo er sich selber eher zuhause fühlt. Ist man beispielsweise am 02.03.1982 geboren, steht der südliche Mondknoten im Steinbock, welcher für Disziplin, Struktur, Erfolg und Autorität in der Vergangenheit steht. Ist jedoch in der Radix der Mond z.B. am Südmondkonten in Verbindung (Konjunktion), so kann man davon ausgehen, dass man sich eher im südlichen Mondknotentext Krebs wiederfindet.



Alles Karma bindet an die Materie für weitere Inkarnationen!

Es gibt nicht nur schlechtes, sondern auch gutes Karma, das wir in dieses Leben mitgebracht haben. Beides lässt sich in einem  Geburtshoroskop herauskristallisieren (westlich oder vedisch). Doch was ist wirklich als positives bzw. negatives Karma zu sehen? Man stelle sich vor, man hat dank eines riesigen Lottogewinns sein Leben in vollen Zügen und bis zur Übertreibung genießen dürfen und wird beispielsweise in der nächsten Inkarnation in einem armen Land geboren, weil man sich vor dem  nächsten Leben (in der geistigen Welt zwischen zwei Leben) selbst wünscht, eine gegenteilige oder andere Erfahrung zu machen. Man kann sich nun selbst die Frage stellen, ob ein Lottogewinn nun „positives Karma“ ist – denn es ist immer auch eine Ansichtssache was man daraus macht.  Mit Sicherheit haben uns frühere positive Taten für einen so großen Geldgewinn prädestiniert, doch ist damit auch immer eine Prüfung unseres Egos verbunden, da es fraglich ist, wie wir mit diesem Gewinn umgehen. Daraus schließend gibt es auch keine Zufälle, sondern vielmehr "fällt" uns etwas aus selbstgesäten guten oder weniger guten Absichten (auch aus vergangenen Leben) zu.


Vielleicht war man in der vorherigen Inkarnation ein einflussreicher wohlhabender Geschäftsmann, großzügig mit seinen Mitmenschen und bekommt daher in diesem Leben nur den gesetzmäßigen Ausgleich retour - nach dem Motto „Was ich gegeben habe, erhalte ich wieder zurück“. Man sollte lernen, mit Bedingungslosigkeit zu geben, ohne dafür etwas zurückbekommen zu wollen. Die westliche Karmaastrologie zeigt u.a. an, ob man z.B. Kriegs- u. Kampfthemen, Erfolgs- oder auch Suchtthemen in der Vergangenheit hatte. Das Ziel allen Karmas ist, sowohl positives als auch negatives Karma ganz aufzulösen, damit wir irgendwann erkennen und aus dem Rad der Wiedergeburt aussteigen dürfen.